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Boiler: Funktionen und Wartung beim Warmwasserspeicher

Boiler: Funktionen und Wartung beim Warmwasserspeicher

Boiler werden auch Warmwasserspeicher genannt und erzeugen – wie der Name schon sagt – warmes Wasser für den Gebrauch im Haushalt. In diesem Beitrag klären wir auf, welche Funktionen ein Boiler erfüllt und wie man seinen Warmwasserspeicher richtig wartet.

Eigenschaften eines Warmwasserspeichers

Ein Boiler dient zur Warmwasserbereitung. Dafür erhitzt eine Flamme das Heizwasser. In neueren Systemen übernimmt eine Heizpatrone diese Aufgabe. Über Rohrleitungen gelangt das Heizwasser zum Bedarfsort. Für das Anschließen eines Boilers ist es empfehlenswert, einen Fachmann zu engagieren. Der Monteur nimmt die Anlage ab und hilft bei der Voreinstellung des Geräts. Jeder Speicher besitzt eine sogenannte Sicherheitsgruppe. Diese reguliert den Druckaufbau im Kessel und verhindert das druckbedingte Ausfließen des Heizwassers. Zusätzlich steuert die Sicherheitsgruppe den Wasserfluss zur Zuflussleitung.

Boiler oder Durchlauferhitzer?

Welches System das Richtige ist, hängt von der Verbrauchsmenge des Haushalts an Warmwasser ab. Durchlauferhitzer eignen sich besonders für Gebäude und Wohnungen, in denen nur geringe Mengen Warmwasser benötigt werden. Vorteil von Durchlauferhitzern ist die auf den Bedarf ausgerichtete Bereitstellung von warmem Brauchwasser. Somit fallen keine Bereitschaftsverluste an – ganz im Gegensatz zu einem Warmwasserboiler. Durchlauferhitzer sind kostengünstig in der Anschaffung und beim Einbau.

 

Für einen vier Personen Haushalt mit normalen Warmwasserverbrauch ist ein Boiler besser geeignet, denn der Warmwasserspeicher erhitzt eine große Menge Wasser und hält dieses konstant auf Temperatur. Somit ist warmes Wasser zu jeder Zeit verfügbar.

Vorteile des Boilers

  • Nutzung des bestehenden Heizungssystems möglich

  • Hohe Wasser-Abrufleistung (bei konstanter Temperatur)

  • Nutzung regenerativer Energiequellen möglich

Nachteile eines Boilers

  • Hoher Platzbedarf und lange Aufheizzeiten nach Abschaltung

  • Keimgefahr, wenn das Wasser nicht einmal täglich über 60 Grad erhitzt wird

  • Bereitstellungs- und Abstrahlungsverluste

Boiler und Durchlauferhitzer kombinieren

Die Kombination aus Boiler und Durchlauferhitzer rechnet sich nur in den wenigsten Fällen. Meist ist bereits ein Boiler oder ein Durchlauferhitzer im Haushalt vorhanden. Ist der Durchlauferhitzer nicht mehr ausreichend für den Warmwasserbedarf, lohnt sich die Installation eines Boilers, um zusätzliches warmes Wasser bereitzustellen.

Die Installation eines Durchlauferhitzers benötigt Starkstrom. Somit wird die Entscheidung, ob ein Durchlauferhitzer zum Einsatz kommt, dem Hausbesitzer abgenommen. Denn das Legen einer Starkstromleitung ist kostenintensiv und aufwendig. Hier muss jeder Verbraucher selbst entscheiden, welche Art der Warmwasserbereitung er benötigt. Dabei sind Boilergrößen von 5 bis 200 Liter verfügbar.

Die richtige Größe des Warmwasserspeichers

Eine Hilfe zur Orientierung für die Größenbestimmung des Boilers bieten einige Faustformeln. Wichtiger Parameter für die Boilergröße ist die Personenanzahl des Haushalts. Pro Kopf sollten etwa 30 bis 50 Liter pro Tag kalkuliert werden. Es ist ratsam das Verbrauchsverhalten der jeweiligen Person in diese Überlegung mit einzubeziehen. Sind die Bewohner des Haushalts eher sparsam im Warmwasserverbrauch, können 30 Liter kalkuliert werden. In der Regel genügt für einen vier Personen Haushalt ein Boiler mit 100 bis 150 Liter Speichervolumen. Der Stromverbrauch für einen Boiler dieser Größe ist mit einem Nenn-Wärmeleistungsbereich von mindestens 1,7 bis 16 Kilowatt anzusetzen. Ein wichtiger Faktor für den Stromverbrauch ist die Dämmung des Warmwasserspeichers: Ein schlecht gedämmter Speicher mit 200 Liter Volumen verbraucht jährlich nämlich etwa 1.743 Kilowattstunden. Im Gegensatz dazu verbraucht ein genügend gedämmter Warmwasserboiler lediglich ca. 561 Kilowattstunden. So können jährlich bis zu 300 Euro der Stromkosten eingespart werden.

Wartung und Pflege des Boilers

Wie jedes technische Gerät erfordert auch der Boiler eine regelmäßige Wartung und Pflege. Angefangen bei der Überprüfung durch einen Fachmann, muss ein Warmwasserspeicher regelmäßig entkalkt werden, um sein volles Leistungspotenzial zu entfachen. Abhilfe kann eine Wasserenthärtungsanlage zur Minimierung des Kalkgehalts schaffen.

Verkalkung der Warmwasserspeicher

Wie schnell ein Boiler verkalkt, ist von der Härte des Wassers abhängig. Die Wasserhärte ist das Maß für den Kalkgehalt im Wasser. Bei Temperaturen über 60 Grad entstehen im Wasser kleine Kalkpartikel, die sich auf den Heizspiralen des Boilers absetzen. In Deutschland wird die Wasserhärte in “Grad deutscher Härte” kurz dH angegeben. Wie hoch der Härtegrad des eigenen Wassers ist, kann man vom örtlichen Wasserversorger erfahren.

Entkalkung des Boilers

Kalk setzt sich auf den Heizstäben des Boilers ab und wirkt wie eine Dämmschicht. Die Wärmeleitung zwischen Heizstab und Heizwasser wird behindert – die Effizienz des Boilers sinkt. Das Wasser wird nicht auf die erwünschte Temperatur erwärmt, somit steht weniger Warmwasser für die Dusche oder ein warmes Bad zur Verfügung.

 

Kalkbildung ist stark vom Härtegrad des Wassers abhängig. Somit ist es nicht möglich, eine genaue Angabe eines idealen Entkalkungstermins festzulegen. Als Faustregel gilt jedoch: Je härter das Wasser, desto öfter ist der Kessel einer Entkalkung zu unterziehen. Spätestens, wenn ein Leistungsabfall oder ein gradueller Anstieg des Energieverbrauchs zu verzeichnen ist, ist der Zeitpunkt für eine Entkalkung des Boilers erreicht. Zusätzlich bietet Kalk auch ein gesundheitliches Risiko. Denn dieser sammelt sich an den Innenwänden des Boilers und löst Rost und andere Partikel ab. Diese sinken zu Boden und bilden den sogenannten Boilersumpf. In diesen schlammartigen Ablagerungen entstehen Bakterien und Legionellen.

 

Die Bakterienbildung lässt sich durch Erhitzung des Heizwassers auf 60 Grad verhindern. Zu beachten ist jedoch: Ab 60 Grad steigt auch die Kalkbildung rapide an. Die ideale Wassertemperatur liegt zwischen 55 und 60 Grad.

 

Für eine Entkalkung sollte zunächst überprüft werden, ob der Warmwasserspeicher über eine Reinigungsöffnung verfügt. Der Flansch (Reinigungsöffnung) ermöglicht ein einfaches Reinigen des Kessels. Besitzt der Boiler keinen Flansch, ist es empfehlenswert die Reinigung von einem Fachmann durchführen zu lassen.

 

Neue Dichtungen, passendes Werkzeug sowie ein Schlauch sind für Entkalkungsarbeiten notwendig.

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