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Eine Klimaanlage installieren: planen, Art auswählen, nachrüsten

Eine Klimaanlage installieren: planen, Art auswählen, nachrüsten

Das Klima verändert sich und die Sommer werden heißer – auch in Deutschland. Wer sich eine Klimaanlage installieren lassen möchte, kann während der Hitzemonate den Wohnkomfort erhöhen. So ist es auch durch Nachrüsten möglich, durch eine angenehmere Temperatur zu Hause das Konzentrationsvermögen zu steigern und entspanntere Nächte zu haben. Doch wie plant man eine Installation, welche Klimaanlagen gibt es und wie kann nachgerüstet werden?

 

Klimaanlage installieren: die Planung

 

Bevor eine Klimaanlage gekauft wird, sollte bestimmt werden, welche Art, Größe und Leistung zum Gebäude und zu den Bewohner:innen passt. Dafür sollte in jedem Fall ein Fachmann oder eine Fachfrau zur Beratung engagiert werden. Der/die klärt im Bestfall vorab wie hoch der Bedarf an Kühlung ist, ob alle oder einzelne Räume im Besonderen gekühlt werden sollen und wie der energetische Zustand des Gebäudes ist. Außerdem wird analysiert, ob bis dato alle Maßnahmen zur Vermeidung von Hitze ausgeschöpft wurden. Gibt es auf jede dieser Überlegungen eine Antwort, kann der Einbau, der ebenfalls von einem qualifizierten Fachbetrieb ausgeführt werden sollte, erfolgen. Auch für die regelmäßige Wartung sollten Expert:innen beauftragt werden.

 

Klimaanlage auswählen und nachrüsten

 

Da Klimaanlagen die Stromkosten deutlich erhöhen können, sollte unbedingt auf eine bedarfsgerechte Auslegung geachtet werden. Vielleicht reicht eine Klimatisierung in einzelnen Räumen statt in der ganzen Wohnung oder im ganzen Haus. Es lohnt sich außerdem auf das Energielabel der Klimageräte zu achten und die effizienteste Anlage nachzurüsten. Die richtige Technik kann dann dafür sorgen, Wärme nach außen zu transportieren und angenehme Temperaturen in den Wohnräumen zu schaffen. Wer eine Klimaanlage nachrüsten möchte, kann heute zwischen einer Vielzahl an Geräten wählen. So gibt es mobile Geräte, fest installierbare Split-Klimageräte oder einfache Ventilatoren mit Kühlfunktion. Sanierer können in manchen Fällen außerdem dafür sorgen, dass mit einer Wärmepumpe gekühlt werden kann.

 

Klimaanlage Art 1: Monoblockgeräte und mobile Klimatechnik

 

Diese Klimageräte funktionieren im Prinzip wie ein Kühlschrank oder eine Wärmepumpe. Monoblockgeräte bestehen aus einem Wärmeüberträger, der die Wärme bzw. das Klima austauscht und die Raumwärme so an ein spezielles Kältemittel übergibt. Dieses Kältemittel zirkuliert dann in einem geschlossenen Kreislauf und wird durch die thermische Energie verdampft. Ein Verdichter bringt das Medium auf ein höheres Druck- und Temperaturniveau, sodass es Wärme nach außen abgeben kann. Das funktioniert in der Regel über einen zweiten Wärmeübertrager. Dieser übergibt die vom Kältemittel mitgeführte Energie an die Luft und leitet sie anschließend nach außen. Normalerweise geschieht das über Schläuche, die durch eine Öffnung in der Wand oder ein etwas geöffnetes Fenster nach außen führen. Wer sich für Monoblockgeräte entscheidet, um angenehmere Temperaturen zu erreichen, profitiert von einer günstigen und einfach zu installierenden Variante. Diese Art eignet sich besonders für die Kühlung einzelner Räume oder Zimmer einer Dachgeschosswohnung. Ein Nachteil von Monoblockgeräten ist der oft hohe Geräuschpegel. Werden die Schläuche außerdem in geöffnete Fenster eingehängt, kann außerdem Außenluft eintreten. Da diese im Sommer und an zu kühlenden Tagen eher warm ist, erhöht sie die Kühllast und sorgt so für einen Anstieg der Stromkosten – auch wenn die Monoblockgeräte an sich sehr effizient arbeiten.

 

Klimaanlage Art 2: Split-Klimaanlagen

 

Split-Klimaanlagen funktionieren genau wie die eben beschriebenen mobilen Geräte. Der Unterschied liegt darin, dass sie aus einer Außen- und einer Inneneinheit bestehen, weswegen Schläuche wegfallen. Die Inneneinheit enthält lediglich einen Ventilator und den zur Verdampfung des Kältemittels nötigen Wärmeüberträger. Alle restlichen Bauteile sind in der Außeneinheit untergebracht. Die Komponenten sind mittels schlanker Leitungen, die durch zwei dünne Bohrungen in die Wand eingelassen werden können, verbunden. Split-Klimaanlagen haben den Vorteil leise und effizient zu arbeiten. Außerdem lassen sich bei entsprechender Auslegung mehrere Innengeräte mit einem Außengerät verbinden, wodurch eine gleichzeitige Kühlung mehrerer Räume möglich wird. Oft besitzen Split-Klimaanlagen auch die Eigenschaft, Räumlichkeiten mittels Wärmepumpe im Winter heizen zu können.

 

Klimaanlage Art 3: Klimageräte ohne Schlauch

 

Wer eine günstige Klimaanlage nachrüsten möchte, kann zu Ventilatoren mit Kühlfunktion greifen. Sie bestehen aus konventionellen Ventilatoren, die mit einem Wassertank und einer Verdunstungsmatte ausgestattet sind. Sobald sie in Betrieb genommen werden, drücken sie also die Luft durch die befeuchtete Matte. Dabei verdunstet das Wasser und verbraucht Energie aus der Umgebung. Wer die Leistung dieser Geräte erhöhen möchte, kann den Tank ebenfalls mit Eiswürfeln oder Kühlakkus befüllen. Sobald das Wasser verdunstet ist, fällt die Kühlleistung auf null und die Geräte funktionieren wie gängige Ventilatoren. Große Vorteile von mobilen Klimageräten ohne Schlauch sind die geringen Anschaffungs- und Stromkosten. Es gilt jedoch darauf zu achten, dass diese Geräte das Raumklima nicht negativ beeinflussen. Da diese Klimageräte viel Wasser in die Luft einbringen, kann es in Extremfällen zu Feuchteschäden wie Schimmel führen.

 

Klimaanlage Art 4: Wärmepumpe-Variante

 

Wer eine ganzheitliche energetische Sanierung plant du in diesem Zug ebenfalls eine Klimaanlage einbauen lassen möchte, kann auf eine Wärmepumpe setzen. Auch sie kann das Haus bei heißen Temperaturen angenehm temperieren. Das geschieht dann nämlich aktiv über den Kälteprozess oder passiv über das kühle Wasser aus dem Erdreich.

 

Kosten für Klimageräte im Vergleich  

 

Während Monoblockgeräte bereits ab Preisen von 200 bis 500 Euro erhältlich sind, kosten Split-Klimaanlagen mehr. Innen- und Außeneinheit kosten meist 1.000 bis 2.500 Euro. Dabei ist vor allem die Kühlleistung entscheidend, weswegen eine Beratung durch Expert:innen unbedingt erforderlich ist. Auch wer auf der Suche nach Anlagen mit mehreren Inneneinheiten ist, sollte sich von einem/einer Installateur:in beraten lassen. Ventilatoren mit Kühlfunktion sind für einen kleinen Preis zu haben. Mit 50 bis 200 Euro kommt man hier aus.

Wie viel eine jeweilige Klimaanlage im Betrieb kostet, d. h. wie hoch die zu erwartenden Stromkosten ausfallen, hängt von dem Gerät, der Laufzeit und der Kühlleistung ab. Energielabel, die meist auf den Verpackungen oder in Beschreibungstexten zu Klimaanlagen angegeben sind, geben Aufschluss darüber. Hier können Kosten gespart werden, wenn Bewohner:innen Rollos und Fenster bei sonnenreichen Stunden geschlossen halten, da die Klimageräte dann weniger zu tun haben.

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