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Eine Solaranlage für das eigene Haus installieren

Eine Solaranlage für das eigene Haus installieren

Die eigene Solaranlage ist die unmissverständliche Antwort auf ewig steigende Strompreise und die oft unkontrollierbaren Quellen des sogenannten Graustroms. Die eigene Photovoltaik-Anlage auf Dach oder Freifläche ist ein sehr wirkungsvolles Instrument, denn je nach Größe ist sie in der Lage, einen Haushalt stromautark zu machen. Doch auf der technischen Seite ist das ein Großprojekt. Wir zeigen deshalb nun die Schritte, die nötig sind, wenn Sie eine Solaranlage installieren wollen.

 

Hilfe von Fachexpert:innen suchen

 

Eine Solaranlage kann zwar theoretisch und praktisch überall installiert werden. In aller Regel wird sie jedoch aus Platzgründen auf dem Dach des Hauses oder eines Nebengebäudes landen. Das bringt uns zu einer Problemstellung: Was die Installation anbelangt, werden hier drei unterschiedliche Berufsbilder angeschnitten:

 

  • Der Zimmermann, weil der Dachstuhl direkt betroffen ist.
  • Der Dachdecker, weil die Eindeckung eine Rolle spielt.
  • Der Elektriker, weil alles angeschlossen werden will.

 

Das bedeutet, sobald man auch nur bei einem dieser Berufsbilder nicht wirklich technisch bewandert ist, sollte man sich Hilfe holen, bevor man Fehler begeht, die hohe Folgekosten verursachen können.

Eine Solar-Fachfirma ist auch schon deshalb wichtig, weil sie die notwendige Hilfestellung dabei gibt, zu überlegen, wie viel Leistung möglich ist.

 

Eine:n Statiker:in fragen

 

Wer neu baut und von Anfang an eine Solaranlage integrieren möchte, hat dieses Problem nicht. Aber bei sämtlichen Bestandsbauten ist es notwendig, eine:n Baustatiker:in einzubeziehen. Zwar ist jedes in Deutschland abgenommene Dach mit einer Belastungsreserve versehen, die sich am Dachneigungswinkel und der regional zu erwartenden Schneelast orientiert. Doch je nach Umfang der Anlage kann das Gewicht der Solarmodule die Rest-Reserve zu stark schrumpfen lassen, weil man pro Quadratmeter mit zusätzlichen 25 Kilogramm rechnen muss.

Man hat von der Solar-Firma zu diesem Zeitpunkt die Unterlagen mit den technischen Eckdaten zur Hand. Anhand dieser kann nun der/die Statiker:in bestimmen, ob das Projekt so starten kann. Und ganz wichtig: Der/Die Statiker:in wird einem auch verraten, ob die Anlage in dieser Form baugenehmigungsfrei ist. Das ist sie zwar in den allermeisten Fällen, aber sicher ist sicher.

 

Den Netzbetreiber kontaktieren

 

In einem Stromnetz muss jederzeit glasklar sein, wie viel eingespeist und verbraucht wird. Eine Solaranlage wird in aller Regel ins öffentliche Netz angeschlossen, um überschüssig erzeugten Strom einzuspeisen. Dafür gibt es als Entschädigung die Einspeisevergütung. Bloß muss der Netzbetreiber erst einmal wissen, was dort demnächst auf ihn zukommt. Das bedeutet, mit den Leistungsdaten, die der Solar-Spezialist für die eigene Anlage im ersten Schritt errechnet hat, kontaktiert man nun seinen Netzbetreiber und lässt sich von ihm sagen, ob die Anlage so auch von seiner Seite aus installiert werden darf. Ggf. kann es sein, dass Änderungen in der Hausinstallation nötig sind. Zu diesem Schritt gehört meistens auch, dass ein smarter Stromzähler installiert wird. Dieser ist verpflichtend für alle Anlagen jenseits von 7kW/p und stellt sicher, dass der Netzbetreiber genau weiß, zu welchem Zeitpunkt wie viel eingespeist wird.

 

Vorbereitungen treffen

 

Es ist im Sinne jedes Hausbesitzers, dass seine Solaranlage so viel Strom wie möglich erzeugt, damit sie ihre Kosten schnell wieder einfährt. Doch jeder kleine Schatten zwischen Modulen und Sonne reduziert die Leistung um einen gewissen Grad. Daher ist es nun nötig, solche Abschattungen zu beseitigen. Was dabei jenseits des eigenen Grundstücks liegt, ist natürlich in gewisser Hinsicht unantastbar.

Hat man jedoch eigene Bäume, welche ihre Schatten werfen, müssen diese gestutzt oder auch ganz gefällt werden. 

 

Mit ersten Montage-Schritten beginnen

 

Der erste Schritt bei der Installation von einer Solaranlage besteht darin, die Unterkonstruktion zu installieren. Diese besteht aus Metallwinkeln, die von unten zwischen zwei Ziegel der Deckung geschoben und mit der Konter Lattung verschraubt werden. Dazu ist es also nötig, lokal die Eindeckung zu entfernen.

Sind diese Haken befestigt, werden die eigentlichen Profile installiert, welche dann die Solarmodule tragen. Genau das geschieht im nächsten Schritt: Die Module werden an ihren Gestellen fixiert und damit ist die Arbeit auch schon erledigt. Wer diesen Job selbst machen will, sollte sich unbedingt einen Schrägaufzug mieten. Sich andernfalls einzelne Module durchs Dachfenster oder andere Öffnungen herausreichen zu lassen, birgt nämlich ein großes Schadens- und Unfallrisiko für Mensch und Technik.

 

Solarmodule miteinander verkabeln

 

Sind die einzelnen Module installiert, werden sie je nach Art der Installation entweder in Reihe oder parallel miteinander verkabelt und anschließend mit dem Wechselrichter verbunden, welcher seinerseits dann ans Hausnetz angeschlossen ist. Da dies allerdings eine extrem sicherheitsrelevante Aufgabe ist, empfiehlt es sich dringend, hier eine:n Elektriker:in zumindest beratend hinzuzuziehen.

 

Solaranlage anmelden

 

Von dem Moment an, indem man den Stecker in den Wechselrichter steckt, produziert die Solaranlage Strom und wird diesen auch einspeisen, falls man ihn nicht selbst verbraucht. Noch weiß jedoch offiziell niemand von der Anlage. Das heißt, es kann auch keine Einspeisevergütung fließen. Daher sollte die Solaranlage so schnell wie möglich bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Das geht über das Internet in Minutenschnelle.

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