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Kosten verhandeln: Stundensatz von Handwerker:innen

Kosten verhandeln: Stundensatz von Handwerker:innen

Der Stundensatz von Handwerker:innen hängt von der Berufsgruppe und zum Teil von der zu erledigen Arbeit und der gesamten Dauer eines Projekts ab. Welche Aspekte bei einer möglichen Preisverhandlung zu beachten sind, erklären wir in diesem Beitrag.

Kosten für die Wegzeit von Handwerker:innen

Handwerker:innen können ihre Preise selbst festlegen. So wird für die Wegzeit meist der normale Stundensatz verlangt. Es empfiehlt sich also, eine:n Handwerker:in in der Nähe oder eine:n mit einer Wegpauschale zu suchen. Am Telefon sollten hier gleich die Kosten dafür erfragt und der Betrag notiert werden.

Aufrundung der Arbeitszeit auf ganze Stunden

Hier gilt: Aufrunden darf man bei einer Rechnung auf höchstens eine viertel Stunde. Wenn Handwerker:innen also nach 20 Minuten Arbeit eine Rechnung mit einem vollen Stundensatz erstellen, sollte auf eine Änderung der Rechnung hingewiesen werden. Rechnungen sollten grundsätzlich nur dann unterschrieben und beglichen werden, wenn die tatsächliche Arbeitszeit darauf zu sehen ist.

Bezahlung bei Nicht-Gelingen

Handwerker:innen schulden nach gesetzlichen Bestimmungen die erfolgreiche Ausführung der angekündigten und besprochenen Leistung. Das bedeutet, dass wenn ein:e Handwerker:in verspricht, etwas zu reparieren, dass er/sie dies dann auch leisten muss. Wenn dann vor Ort festgestellt wird, dass benötigte Ersatzteile fehlen, muss er für seinen Besuch nicht bezahlt werden.

 

Solche Komplikationen und Verzögerungen können vermieden werden, wenn vorab genaue Beschreibungen der Geräte mit Baujahr und Typenbezeichnung an den/die Handwerker:in übermittelt werden.

Bezahlung von einem/einer zweiten Handwerker:in

Wenn der/die Handwerker:in mit einem jungen Lehrling kommt, der ihm/ihr den Werkzeugkoffer trägt und ihm/ihr Zange und Schraubenschlüssel reicht, befinden sich de facto zwei Handwerker:innen im Haus. Wenn im Nachhinein dann auf der Rechnung steht, dass zwei Expert:innen beauftragt wurden und ein doppelter Stundensatz bezahlt werden soll, liegt ein Betrug vor.

 

Die Bundesinnung Bau der WKO hat dazu festgelegt, dass Kund:innen solche Rechnungen nicht begleichen müssen. Reparaturen an Thermen, Haushalts- und Elektrogeräten werden üblicherweise nur von einem/einer Handwerker:in durchgeführt. Lediglich beim Ausbau von großen Geräten, wie beispielsweise einer Gastherme, ist eine zweite Arbeitskraft von Nöten.

Bezahlung von nicht vereinbarten Leistungen

Wird beispielsweise ein Auto wegen eines defekten Radlagers in die Werkstatt gebracht, sollte ebenso lediglich diese Reparatur erfolgen. Wenn auf der Rechnung hingegen steht, dass zwei Radlager, neue Dichtungen an den Bremsmanschetten und Gummilager für die Radaufhängung berechnet werden, liegen nicht vereinbarte Leistungen vor. Meistens handeln Handwerker:innen aus technischen Überlegungen heraus, die durchaus nachvollziehbar sind.

 

Wenn ein Teil getauscht wird, macht es Sinn, andere Elemente, die technisch damit verbunden sind, auch auszuwechseln. Was für den/die Mechaniker:in Sinn macht, kann für den Kunden teuer werden. Bei großen zusätzlichen Reparaturen werden Kund:innen meist ohnehin verständigt. Man sollte aber vereinbaren, auch über kleinere Zusatzreparaturen informiert zu werden. Bei speziellen Werkstätten, werden nur die vereinbarten Tätigkeiten ausgeführt.

Überhöhte Materialkosten bezahlen

Der/Die Installateur:in hat einen bestechend günstigen Stundensatz. Er/Sie erhält den Auftrag zur Reparatur der defekten WCs. Doch bei der Rechnung glaubt man, das WC wurde vergoldet. Hier handelt es sich um einen gängigen Trick von Handwerker:innen, Teile, die im Baumarkt ein paar Euro kosten, um ein Vielfaches zu verkaufen. Der Verein für Konsumenten Information (VKI) hat in einem Test die Kosten von Installateur:innen verglichen.

 

Die Aufgabe für alle lautete: Einen defekten Schwimmer in einem offen zugängigen WC-Spülkasten zu tauschen. Die verrechneten Preise für den Schwimmer reichten von 2,88 Euro bis 58,39 Euro. Auch beim Zeitaufwand für die simple Arbeit und den Gesamtkosten gab es empfindliche Differenzen. Deswegen rät das VKI Beratungszentrum, den Auftrag im Voraus genau zu definieren, genaue Produkte anzugeben und diese ggf. selbst zu recherchieren und zu kaufen. Alternativ können bestimmte Produkte schriftlich eingefordert werden. In einer E-Mail z. B. lässt sich Handwerker:innen vermitteln, welche Produkte zu welchen Preisen zu kaufen sind.

Mehraufwand nachweisen können

Werden nicht vereinbarte Leistungen oder Produkte geliefert bzw. gekauft, muss der ursprünglich nicht benötigte Mehraufwand nachgewiesen werden, damit sämtliche Kosten erstatten bzw. nicht bezahlt werden müssen. Zwar kommt ein solcher Fall nur selten vor, sollte es jedoch passieren, dass Handwerker:innen mehr denn nötig reparieren, können getauschte Teile im Nachgang von Dritten geprüft werden.

 

Außerdem sollte – bevor Handwerker:innen mit der vermeintlich benötigten, zusätzlichen Reparatur starten – nachgefragt werden, welche Teile genau defekt und auszutauschen sind. So kann man Handwerker:innen auf den Zahn fühlen.

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