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 In 8 Schritten Bodenfliesen professionell verlegen: so geht‘s

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In 8 Schritten Bodenfliesen professionell verlegen: so geht‘s

Bodenfliesen eignen sich für Wohnzimmer, Küche oder Bad ebenso gut wie für Keller, Garage oder die Terrasse. Bevor es mit dem Verlegen losgehen kann, sollte ausreichend Zeit für die Auswahl passender Fliesen eingeplant werden. Neben der Optik zählt hier auch die geplante Verwendung, besonders die zu erwartende Beanspruchung und die nötige Trittsicherheit.

Abriebklasse und Fliesenbedarf ermitteln

Hinsichtlich ihrer Strapazierfähigkeit werden glasierte Fliesen in fünf Abriebklassen eingeteilt. Bei geringer Belastung wie im Bad greifst du mindestens zu Fliesen der Abriebklasse 3. In Räumen wie dem Wohn-, Schlaf- oder Esszimmer sowie der Küche, Diele und Terrasse eignen sich Fliesen der Abriebklassen 3 und 4. In Bereichen extremer Belastung wie der Garage verlegst du wiederum Fliesen mit der Abriebklasse 5. Bei der Ermittlung des Materialbedarfs müssen zur errechneten Gesamtfläche noch 10 % für Verschnitt und Bruch hinzugerechnet werden. Ein Paket Fliesen wird zusätzlich als Reserve für spätere Reparaturen aufbewahrt. 

Fliesen verlegen, Schritt 1: Untergrund vorbereiten

Zunächst muss die Fläche, auf der die Fliesen verlegt werden sollen, ordentlich gereinigt werden. Fertig vorbereitet, ist der Untergrund sauber, trocken, staubfrei, tragfähig und eben.

Fliesen verlegen, Schritt 2: Technik Parallelverlegung

Die Parallelverlegung und die Diagonalverlegung zählen zu den üblichen Verlegetechniken. Das parallele Verlegemuster ist für Einsteiger:innen am besten geeignet. Dabei wird symmetrisch von innen nach außen gearbeitet, weil zugeschnittene Fliesen an den Rändern weniger auffallen. Hierzu muss zunächst die Raummitte ermittelt werden. Bei rechtwinkligen Räumen muss hierfür die Mitte der Seitenwände ausgemessen und die Mittellinien mithilfe von Richtschnüren bzw. mit Hilfe eines Stifs markiert werden.

 

Die ersten beiden Fliesenreihen sollten dann vor dem Auftragen des Fliesenklebers probeweise lose ausgelegt werden. Wenn alles passt, kann der Startpunkt markiert werden. Anschließend können die Fliesen wieder eingesammelt und mit dem Verkleben begonnen werden (Schritt 3). Die erste Fliesenreihe muss entlang der längeren der beiden Linen verlegt werden. Dazu kann mit der Arbeit am Mittelpunkt der Linie begonnen werden. Die Fliesen können entweder genau mit der Fliesenmitte oder mit dem Fliesenrand an dieser Linie ausgerichtet werden. 

Fliesen verlegen, Schritt 2: Technik Diagonalverlegung

Die Diagonalverlegung von Bodenfliesen ist etwas anspruchsvoller, setzt dafür aber reizvolle optische Akzente. Das diagonale Verlegemuster ist vor allem für quadratische Räume geeignet und kaschiert schiefe Wände.

Für diese Technik müssen wieder die Mittellinien und zusätzlich die Diagonalen im Winkel von 45° zur kürzeren Mittellinie markiert werden. Auch die diagonale Verlegung beginnt am Raummittelpunkt. Die erste Reihe muss du so ausgelegt werden, dass die Mittellinie der längeren Seite die Fliesen von Ecke zu Ecke durchläuft. Dabei steht es jedem/jeder frei, die erste Fliese mittig oder mit einer Ecke am Raummittelpunkt anzulegen.

 

Die zweite Fliesenreihe muss nun von der Mitte ausgehend so ausgelegt werden, dass, je nach Lage der ersten Fliese, entweder die Fliesenmitte oder eine Seite entlang der markierten Diagonale verläuft. Nur die Fliesen entlang der Mittellinien müssen Ecke an Ecke gelegt werden, die anderen werden Kante an Kante aneinander platziert.

Fliesen verlegen, Schritt 3: Fliesenkleber auftragen

Ist das Verlegemuster geplant, der Untergrund vorbereitet und die Grundierung getrocknet, kann der Fliesenkleber gemäß den Herstellerangaben vorbereitet werden. Fliesenkleber muss meist mit der Bohrmaschine und einem Rührquirl im angegebenen Verhältnis klumpenfrei in Wasser angerührt werden.

Nach kurzer Reifezeit kann mit einer Kelle oder Traufel eine fünf bis zehn Milimeter dicke Kleberschicht gleichmäßig auf den Boden aufgetragen werden. Dann muss der Kleber mit einem Zahnspachtel so durchkämmt werden, dass ein gleichmäßiger Kleberauftrag entsteht. Die benötigte Zahnung des Zahnspachtels hängt von der Fliesengröße ab. Hier zahlt sich das Arbeiten in kleinen Schritten aus. 

Fliesen verlegen, Schritt 4: Bodenfliesen verkleben

Ist der Kleber aufgetragen müssen die Bodenfliesen mit einer leichten Drehbewegung ins Kleberbett eingedrückt werden. Im Anschluss muss die Fliese mit einem Gummihammer leicht angeklopft werden, ohne sie bis auf den Boden herunterzudrücken. Bei der Verlegung der Fliesen darauf achten, immer Fliesen aus unterschiedlichen Paketen zu nutzen, um ein einheitliches Bild zu erreichen. Denn zwischen den Gebinden können minimale Farbunterschiede auftreten. Zwischendurch muss immer wieder die korrekte Lage der Fliesen geprüft werden.

 

Solange der Kleber noch nicht angezogen hat, sind Korrekturen möglich. Eine ausreichende, gleichmäßige Fugenbreite zwischen den Fliesen ist wichtig, um Bewegungen und Spannungen auszugleichen. Diesbezüglich sollten die Herstellerangaben beachtet werden. Passende Fliesenkreuze dienen als Abstandshalter zwischen die Fliesen.

Fliesen verlegen, Schritt 5: Randfliesen zuschneiden und verlegen

An den Rändern müssen die Fliesen gegebenenfalls passend zugeschnitten werden. Bei der Diagonalverlegung fällt dabei mehr Verschnitt an als bei der parallelen Verlegung. Für das Zuschneiden von Randfliesen wird spezielles Werkzeug benötigt. Saubere und gerade Kanten werden mit einem Fliesenschneider erzielt. Damit kann eine Fliese auf der Glasurseite angeritzt werden und dann über die Bruchkante abgebrochen werden.

 

Runde Aussparungen, etwa bei Rohrdurchbrüchen, können mit einer Fliesenlochzange (Papageienschnabel) erzielt werden, mit der die Rundung Stück für Stück herausgeschnitten wird. Alternativ kann zu einer Bohrmaschine mit Lochfräsenaufsatz gegriffen werden.

Fliesen verlegen, Schritt 6: verfugen

Die Fugen zwischen den Fliesen werden mit einem zum Kleber passenden Fugenmörtel ausgefüllt. Wer Flexkleber nutzt, verwendet einen flexiblen Fugenmörtel (Flexfuge). Vor dem Verfugen muss zunächst der überschüssige Fliesenkleber aus den Fugen entfernt werden. Dazu Fliesen-, Eck- und Anschlussfugen mit einem Holzkeil sauber kratzen, bevor der Kleber ausgehärtet ist. Mit dem eigentlichen Verfugen beginnt man erst nach dem Aushärten des Fliesenklebers.

 

Hier sollten mindestens 24 Stunden Trocknungszeit eingeplant werden und Herstellerangaben beachtet werden. Der Fugenmörtel wird mit Wasser im angegebenen Mischungsverhältnis zu einem sämigen Brei angemischt. Der Mörtel wird dann abschnittsweise auf den Boden gegeben und mit einem Fugengummi gleichmäßig diagonal zum Fugenverlauf auf den Fliesen verteilt. Überschüssigen Mörtel zieht man sorgfältig mit dem Gummiwischer oder einem Fliesenwaschbrett ab.

Fliesen verlegen, Schritt 7: reinigen

Wenn der Fugenmörtel matt angetrocknet ist, kann mit dem Reinigen der Fliesen begonnen werden. Auch dazu sollten die Angaben des Herstellers beachtet werden. Für die erste Oberflächenreinigung der Fliesen von verbleibenden Mörtelresten nutzt man einen feuchten Schwamm. Dabei sollte nicht zu viel Wasser verwendet werden, damit die Fugen nicht ausgewaschen werden. Im Anschluss können die Fliesen mit einem sauberen, trockenen Reinigungstuch abgetrocknet werden. Einen verbleibenden leichten Zementschleier beseitigst man frühestens nach zwei Wochen mit Zementschleier-Entferner.

Fliesen verlegen, Schritt 8: Wandfugen abdichten

Die Fugen zwischen Bodenfliesen und Wänden oder Sockelfliesen werden nicht mit Fugenmörtel, sondern mit einer dauerelastischen Dichtmasse abgedichtet – in der Regel mit Silikon. Bei Marmor- oder Natursteinfliesen wird passendes Natursteinsilikon verwendet. Dafür werden die Fugenränder an Boden und Wand beidseitig mit Malerkrepp abgeklebt und Kleberreste aus den Fugen entfernt. Poröse, sehr saugfähige Untergründe sollten du mit einer Grundierung vorbehandelt werden.

 

Dann kann das Silikon aus einer Kartusche gleichmäßig in die Fugen eingefüllt werden. Nach einigen Minuten kann entsprechend der Herstellerangaben überschüssige Dichtungsmasse mit einem Fugenglätter entfernt werden und die Silikonfuge glattgestrichen werden. Zum Schluss das Klebeband seitlich und schräg nach hinten von der Fuge weg abziehen.

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